Die Landeseinzelmeisterschaft gehört natürlich für die Schachjugend zu einem der wichtigsten Turniere des Jahres. Qualifizieren kann man sich für die Einzelmeisterschaften über die Bezirksmeisterschaften, die im Herbst zuvor in Lehrte ausgetragen wurde.
Hier der Bericht der Niedersächsischen Schachjugend:
Das SZB war mit vielen Teilnehmer*innen dabei.
In der U10 schrammte Hendrik Lehner mit Platz 4 knapp am Treppchen vorbei. Sophia Pohlmann schaffte dann sogar die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft der weiblichen U10, die dieses Wochenende ausgetragen wird.
In der U12 starteten Johannes Pohlmann, Julian Bork und Dhuruvan Ramkumar und landeten auf den Plätzen 7, 9 und 12 in dem 39 Teilnehmer*innen starken Feld.
In der U14 landeten Amadeus Schäfer und Matvii Polikarpov genau hintereinander auf Rang 7 und 8 von 22 Teilnehmenden.
In der U16 waren wir nur mit Katharina Strübel vertreten, aber sehr erfolgreich, da sie als beste weibliche Teilnehmerin dann auch den Sprung zur U16w zu den Deutschen Meisterschaften schaffte.
Den größten Erfolg hatten wir in der U18 mit Alessandro Gärtner, der sich den Meistertitel holte und damit Niedersachsensieger wurde.
Er hat selber einen kurzen Bericht über das Erlebnis geschrieben, der sehr lesenswert ist und zeigt, wieviel Training, harte Nerven und Durchhaltevermögen er bewiesen hat. Wir freuen uns sehr mit dir, Alessandro! Weiter so!
Moin! Ich bin Alessandro Gärtner, diesjähriger Niedersachsenmeister in der Altersklasse U18.
Vorab lässt sich sagen: Der Weg zu diesem Titel war lang und alles andere als einfach. Hinter diesem Erfolg stecken viele Monate intensiver Vorbereitung, harte Partien und zahlreiche Trainingseinheiten. Schon am Anreisetag lag eine besondere Spannung in der Luft. Nachdem alle ihre Sachen ausgepackt hatten, begannen direkt die ersten Vorbereitungen auf die kommenden Partien. Schnell wurde deutlich, dass jeder Spieler mit großen Zielen angereist war.
Kurz darauf startete bereits die erste Runde des Turniers. Aus meiner Sicht verlief sie zunächst etwas wacklig. Trotz guter Vorbereitung war die Nervosität deutlich spürbar, und ich musste erst richtig ins Turnier finden. Am Ende konnte ich die Partie zwar gewinnen, doch sie zeigte mir sofort, dass auf diesem Niveau jede kleine Ungenauigkeit bestraft werden kann.
Natürlich lag mein Fokus nicht nur auf meinen eigenen Partien. Auch bei meinen Zimmerkameraden und Freunden habe ich mitgefiebert. Nach jeder Runde wurden gemeinsam Varianten analysiert, Fehler besprochen und spannende Momente noch einmal durchgegangen. Genau diese Atmosphäre machte das Turnier besonders: Zwar kämpfte jeder am Brett für sich selbst, gleichzeitig unterstützte man sich gegenseitig und motivierte einander.
Mit jeder weiteren Runde stieg der Druck. Die Gegner wurden stärker, die Partien länger und die Konzentration immer wichtiger. Besonders in den entscheidenden Spielen musste ich ruhig bleiben und auch in schwierigen Stellungen die richtigen Entscheidungen treffen. Darauf bin ich besonders stolz: Selbst in komplizierten oder schlechteren Positionen habe ich nie aufgegeben und immer weitergekämpft.
Neben den klassischen Turnierpartien gab es zwischendurch auch verschiedene Nebenveranstaltungen, die für viel Abwechslung sorgten. Ein Blitzturnier, ein Tandemturnier sowie ein Team-Schach-Battle brachten zusätzliche Spannung und vor allem jede Menge Spaß. Diese Events lockerten die Atmosphäre auf und boten einen schönen Ausgleich zum konzentrierten Turnieralltag.
Als schließlich die letzte Runde beendet war und feststand, dass ich Niedersachsenmeister U18 geworden bin, war die Freude riesig. In diesem Moment fiel die gesamte Anspannung der vergangenen Tage von mir ab. Dieser Titel bedeutet mir sehr viel, weil er zeigt, dass sich harte Arbeit, Geduld und Kampfgeist am Ende auszahlen können.
Für uns gehen also an den Start bei den Deutschen Meisterschaften:
Alessandro Gärtner in der U18
Katharina Strübel in der U16w
und Sophia Pohlmann in der U10w
https://www.deutsche-schachjugend.de/termine/2026/dem/
ganz viel Freude und Erfolg euch Dreien!
